Heino Jaeger-look before you kuck

ein / a

Dokumentarfilm / documentary by

Gerd Kroske

Kamera / DoP

Susanne Schüle

 
 






Der Maler und Kabarettist Heino Jaeger war einst ein gefeierter Radio-Star. Die Rundfunk-aufnahmen „Fragen Sie Dr. Jaeger“ erreichten in den 1970er Jahren Kultstatus. Dennoch scheint ihm diese Radio-Popularität als Maler „verletzt“ zu haben. Nach zehn Jahren brach er seine Rundfunkarbeiten abrupt ab. Er verfällt dem Alkohol. Behaftet mit einem erheblichen Kriegstrauma, einer anarchisch anmutenden Verrücktheit, aber fernab von exzentrischer Künstlerattitüde, verstarb Heino Jaeger 1997 gerade einmal 59-jährig in einem psychiatrischen Pflegeheim in Bad Oldesloe. Seine letzten zwölf Lebensjahre verbrachte er dort, alkoholkrank in schizoider Dämmerung.

Als Maler hinterließ er Bilder, die sich jedem -Ismus verweigern. Bestechend genau und mit einer doppelbödigen Ironie. Es ist zumeist eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem deutschen Wesenszustand. Bilder die präzise, boshaft und skurril sind.

Sein provokantes Spiel mit Nazisymbolik hat sein Publikum verstört. So etwas wollte sich niemand an die Wand hängen.

Der Film nimmt die entstandenen Materialien Heino Jaegers auf (Bilder, Zeichnungen, Fotos, Filmmaterial, trifft auf Menschen und Orte), um so sein Leben in einem „properen“ Westdeutschland zu erzählen, an dem er zerbrach. Ein Film über einen Künstler, durch den die deutsche Geschichte wie in einem Brennglas fokussiert ist. Ein Krieg ist vorbei, aber niemals bewältigt.


English Version:

The German painter and cabaret artist Heino Jaeger was once a celebrated radio star. The radio recordings “Fragen Sie Dr. Jaeger/ Ask Dr. Jaeger” achieved cult status in the 70s. Nevertheless, this popularity seemed to “hurt” Jaeger as a painter. After ten years, he abruptly discontinued his broadcasting work and began to drink.

Weight down by a trauma from World War II and characterized by anarchic madness, but far being an eccentric, arrogant artist, Heino Jaeger died in a psychiatric ward in 1997 at the early age of 59. He spent his last twelve years there as an alcoholic schizophrenic. His paintings are very precise, ambiguous and contain a special irony. They usually depict a

fundamental examination of Germany`s state of being. The images are spiteful and bizarre, and

his provocative game with Nazi symbolism confused viewers – no one wanted to hang something

like that in their living room. The documentary shows the pictures, drawings, photographs, film footage, friends and colleagues

of Heino Jaeger, reporting on his life in a wealthy West Germany which left him behind. A film about an artist, through whom one can focus on German history like with a magnifying glass. Wars may end, but they cannot be overcome.


























                                                                        eine r e a l i s t f i l m produktion © 2012


Mit Unterstützung des / supported by:

Bundesbeauftragter für Kultur und Medien – Deutscher Film-Förder Fonds – Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein – Filmwerkstatt Kiel- – Medien-und Filmgesellschaft Baden-Würtemberg, u. der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern




update: 31.03.2015

 

Synopsis:

KINOSTART: 1. November 2012         aktuelle Kinotermine finden Sie hier:

TV Premiere:  3sat; 11. Mai 2014; 21:50 Uhr / Programmankündigung & Interview

TV Wiederholung: ZDF-Kultur am 14. Januar 2015 um 20:15 Uhr



GOLDENE TAUBE verliehen

Beim 55. InternationalenLeipziger Festival für Dokumentar-u. Animationsfilm wurde unserem Film der Hauptpreis GOLDENE TAUBE für einen herausragenden Deutschen Dokumentarfilm

am 03.11.12 in Leipzig verliehen.


Aus der Jurybegründung:

„Der Film wagt das Portrait eines Abwesenden, der eigentlich keine Filmfigur ist und der in einem Hauptsatz nicht charakterisiert werden kann. Die Erzählung glückt durch die nüchterne, ausdauernde Konsequenz, mit der die schillernde Vielstimmigkeit dieses Abwesenden, der einem wie ein Medium der Traumata des deutschen 20. Jahrhunderts erscheinen muss, in eine komplexe, multimediale Filmsprache überführt. So hilft ausgerechnet die Kunst, die hier fast alle ästhetischen Disziplinen klug kompiliert und nebenher eine Hommage an das Kino der Bänder und Spulen am Beginn des digitalen Zeitalters formuliert, einen Künstler im Grenzgebiet des Wahns zu beschreiben – und den Zuschauer durch dessen Augen das Sehen zu lehren.“


„Filmpreis 2013“ für einen langen Dokumentarfilm beim 17. Filmfest Augenweide in Schleswig-Holstein gewonnen.

+++ aktuell:

Die HAMBURG TRILOGIE im Metropolis Kino, Kleine Theater Str. 10, 20354 „Hamburg meine Perle“

am 02.4.15; 21:15 UhrDER BOXPRINZ“ / am 14.04. um 19:00 Uhr „WOLLIS PARADIES

und 21. April 2015 um 19:00 Uhr „Heino Jaeger“ bei dok Art im Metropolis Kino,


30. Januar 2015  Nominierung zum 51. GRIMME-Preis 2015

14. Januar 2015  Ausstrahlung am 14.Januar 2015 um 20:15 Uhr auf ZDF-Kultur (Wdhlg. um 0:35 Uhr)

  1. 11.MAI 2014_  TV Premiere auf   um 21:50 Uhr , 3Sat

  2. 11.März 2014 _ Landesvertretung Niedersachsen beim Bund zeigt:

Filmabend // Geschichten aus dem Off // mit Gerd Kroske, Elke M. Lehrenkrauss, Rosa H. Ziegler

16:30 Uhr Filmvorführung „HEINO JAEGER-look before you kuck“

19:00 Uhr Abendprogramm mit Filmausschnitten von Gerd Kroske, Elke M. Lehrenkrauss, Rosa H. Ziegler

anschl. Podiumsgespräch mit Prof. D. Leder ;

Ort: Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund, In den Ministergärten 10, 10117 Berlin

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter veranstaltungen@landesvertretung-niedersachsen.de  wird gebeten.


16. März 2014_ auf der diesjährigen  „nonfictionale

Festival des dokumentarischen Films 13.-16.März 2014 in Bad Aibling“

                                        wird „HEINO JAEGER-look before you kuck“ aufgeführt. 

                                        Das Festival steht in diesem Jahr unter dem Motto:  „Der geliehene Blick“


September 2013   Die „Hamburg –Trilogie“ im Kino arsenal: Im September erscheint eine DVD-Box mit zwölf Filmen von Gerd Kroske in der Edition "Die großen Dokumentaristen" bei absolut MEDIEN. Für uns ein Anlass, seine HAMBURG-TRILOGIE, die zwischen 1999 und 2012 entstand, zusammenhängend zu zeigen und mit ihm zu diskutieren. In seiner unaufgeregten und zurückhaltenden Art widmet sich Kroske hier Außenseitern, Lebenskünstlern, unangepassten Bürgerschrecks, allesamt schillernde Persönlichkeiten mit zerrissenen Biografien. Gleichzeitig sind die drei Porträt-Filme aber auch Zeit- und Milieustudien, die einen Einblick in westdeutsche Subkulturen geben und gesellschaftliche Zustände miterzählen.“ Es werden gezeigt: DER BOXPRINZ (D 1999/2000, am 12.9.13,20:00 Uhr); WOLLIS PARADIES (D 2007, am 13.9.13, 19:00 Uhr) und HEINO JAEGER – LOOK BEFORE YOU KUCK (D 2012, am 13.9.13, 20:30 Uhr-alle Vorstellungen mit Filmgespräch des Regisseurs-) +++

mehr Infos unter: arsenal

DVD Veröffentlichung Mai 2013

DVD Inhalt

Film: „Heino Jaeger-look before you kuck

Jahr: 2012   FSK: 12   Land: Deutschland   Untertitel: englisch   Sprache: deutsch   Länge: 120 min   Sound: Dolby Stereo 5.1 und 2.0   Formate: 16:9 

Extras: Kurzfilm HEINO JAEGER, EIN MALER DES DRITTEN REICHS von Helmut Förnbacher, Booklet 32 Seiten, zusätzliche Szenen, Kinotrailer    , Preis € 19,90

Bestellung bitte hier.

DVD-BOX

Neuerscheinung

Vielfach preisgekrönte Dokumentarfilme auf den Spuren

geschichtlicher Ereignisse bei absolut MEDIEN.


Gerd Kroske – Zeitzustände.

Filme 1990–2012


Lieferbar ab 09/2013

ISBN: 978-3-89848-397-1

EAN: 978-3-89848-397-1

Best. Nr.: 397

Preis: € 69,90

5 DVD, codefree, Farbe + s/w, ca. 920 Min.,

deutsche OF, teilw. engl. Untertitel,

ein Booklet mit umfangreichen Filminfos und einem Essay von Christa Blümlinger

Bestellung bitte hier.

Filme in der DVD-Box:

DVD 1

Kehraus (1990)

Kehrein, kehraus (1997)

Kehraus, wieder (2006)

DVD 2

VOKZAL-Bahnhof Brest (1994)

Galera (1998)

DVD 3

Die Stundeneiche (2006)

Schranken (2009)

Bonus: Kurzschluss (1993)

DVD 4

Der Boxprinz (1999/2000)

Wollis Paradies (2005–2007)

Bonus: Kurt-oder Du sollst lachen(1991)

DVD 5

Heino Jaeger-look bevore you kuck (2012)

La Villette (1990)